Dienstag, 20.10.2026, 16 Uhr · Geschwister-Scholl-Platz, München
Rund 250 Menschen kamen am 20. Oktober auf dem Geschwister-Scholl-Platz zusammen. Gemeinsam mit Schülern aus Frankreich und München protestierten sie für bessere Lernbedingungen, mehr Mitbestimmung und ein gerechteres Bildungssystem.

Solidarität über Ländergrenzen hinweg
Zwei Schüler aus Frankreich waren nach München gekommen, um von den Protesten an ihren Schulen zu berichten. Seit Wochen gehen dort Jugendliche auf die Straße. Ihre Anliegen reichen von besseren Lernbedingungen bis zu mehr Mitspracherecht.
Auch Schüler*innen des Lycée Jean Renoir in München beteiligten sich an der Kundgebung. Bereits am Vortag hatten sie spontan demonstriert und ihre Anliegen vor dem französischen Generalkonsulat vorgebracht.
Die Proteste in Frankreich zeigen: Schüler*innen wollen nicht länger hinnehmen, dass über ihre Lernbedingungen entschieden wird, ohne sie einzubeziehen. Auch in Bayern gibt es genug Gründe, Schule grundlegend zu verändern.

Wir wollen mitbestimmen
Schüler*innen verbringen einen großen Teil ihres Lebens in der Schule. Trotzdem können sie oft nur wenig mitentscheiden – etwa darüber, wie Unterricht gestaltet wird und welche Regeln für sie gelten.
Das muss sich ändern. Wer täglich von schulischen Entscheidungen betroffen ist, muss an ihnen beteiligt werden. Mitbestimmung darf nicht bei einzelnen Projekten oder Schülervertretungen aufhören.

Unsere Forderungen
- Echte Mitbestimmung! Bei allem, was uns betrifft
- Schule darf nicht krank machen! Gegen Schulstress und Angst
- Investiert in unsere Schulen! Gegen marode Gebäude und überhitzte Klassenräume
- Gleiche Chancen für alle! Unabhängig von Geldbeutel oder Herkunft
Gemeinsam für eine zukunftsfähige Bildung
Die Kundgebung wurde von verschiedenen Organisationen unterstützt, darunter die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern. Ihr stellvertretender Vorsitzender Markus Weinberger sprach über notwendige Investitionen in Schulgebäude und Personal. Gute Bildung brauche bessere Bedingungen und mehr Gerechtigkeit. Auch das stark selektive bayerische Schulsystem müsse sich verändern.
Marode Schulgebäude, fehlendes Personal, Leistungsdruck und ungleiche Chancen sind keine voneinander getrennten Probleme. Sie bestimmen, wie gut Schüler*innen lernen können – und wie viel Unterstützung sie dabei bekommen. Wer gute Bildung will, muss diese Bedingungen verbessern und Schüler*innen bei Entscheidungen ernst nehmen.

Schüler*innen wissen, was an ihren Schulen schiefläuft. Ihre Forderungen liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es politische Entscheidungen, die daraus konkrete Verbesserungen machen.
