Protestaktion am 12.3.2026

Vor dem Kultusministerium · Donnerstag, 12.3.2026 · 15 Uhr

Ihr habt uns sitzen lassen! Bildungsbunker machen krank!

Über 57.000 Menschen haben unsere Petition unterschrieben. Nach der Ablehnung im Bildungsausschuss wurde versprochen, die Prüfungskultur weiterzuentwickeln und das Anliegen ernst zu nehmen.

Ein Jahr später sagen wir: Davon spüren wir nichts.

Keine strukturelle Änderung, keine Reform, kein Ende unangekündigter Abfragen und Exen.

Stattdessen: Weiter wie bisher.

Am 12. März 2026 protestierten Schüler*innen deshalb vor dem Kultusministerium in München.

Die Aktion

Wir bleiben sitzen – stellvertretend für die über 57.000 Menschen, die Veränderung fordern.l

Vor dem Kultusministerium entstand an diesem Tag ein inszeniertes Klassenzimmer aus alten Schulstühlen.

Schüler*innen festgezurrt. Fremdbestimmt. Demotiviert.

Eine symbolische Installation für das, was täglicher Druck mit uns macht:

Er lähmt.
Er macht krank.
Er erstickt Motivation.

Was von außen nach „Leistungskultur“ aussieht, fühlt sich von innen wie ein Bildungsbunker an.

Eine Bewegung

Aus den Aktionen rund um die Petition hat sich inzwischen die Bayerische Schüler*innenbewegung formiert. Immer mehr Jugendliche und Unterstützer*innen schließen sich an.

Denn es geht längst um mehr als Abfragen & Exen.

Es geht um Lernkultur.
Um psychische Gesundheit.
Um Mitbestimmung.
Um unsere Zukunft.

Symbolische Übergabe

Zum Abschluss der Aktion übergaben wir einen Schulstuhl mit der Aufschrift „Ihr habt uns sitzen lassen! Bildungsbunker machen krank!“ an das Kultusministerium – adressiert an Kultusministerin Anna Stolz.

Die Botschaft der Schüler*innen war dabei eindeutig:

Die Politik hat uns sitzen lassen. Während Reformen versprochen wurden, bleibt der Schulalltag von Druck, Angst und Dauerbewertung geprägt. Ein Bildungssystem, das so funktioniert, macht krank – und muss sich endlich verändern.

Unsere Forderungen

Als Bayerische Schüler*innenbewegung fordern wir:

Weniger Angst, mehr Lernen
Schluss mit unangekündigten Abfragen und Dauerbewertung! Lernen braucht Sicherheit, Transparenz und Vertrauen.

Fördern statt aussortieren
Schluss mit Sitzenbleiben und zu früher Aufteilung – Kinder brauchen Zeit und individuelle Unterstützung.

Mehr echte Mitbestimmung
Verpflichtende Schulparlamente und echte Beteiligung daran, wann, wie und was gelernt wird.

Beziehung statt Gehorsam
Moderne Lernkultur statt autoritärer Strukturen – mit Projektarbeit, Kooperation und vielfältigen Lernwegen.

Psychische Gesundheit ernst nehmen
Weniger Druck und Konkurrenz, mehr Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und multiprofessionelle Teams.

Gerechte Bedingungen für alle
Moderne Gebäude, barrierefreie Ausstattung und gleiche Bildungschancen – unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel.

Inklusion statt Ausgrenzung
Vielfalt muss Normalität sein – und in unseren Schulen wirklich gelebt werden.

Eine etwas ausführlichere Version der Forderungen und Hintergründe zur Aktion findest du in der Pressemitteilung.

Fazit

Die Protestaktion hat deutlich gemacht:

Viele Schüler*innen wollen ein Bildungssystem, das nicht auf Angst, Druck und ständiger Unsicherheit basiert.

Schule muss ein Ort sein, an dem Lernen, Neugier und persönliche Entwicklung möglich sind.

Die Bayerische Schüler*innenbewegung wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass sich die Prüfungskultur und das Bildungssystem in Bayern grundlegend verändern.